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In
einem Talkessel am Nordoststrand des Thüringer Waldes umgeben von
bewaldeten Buntsandstein-
und Porphyrbergen liegt Friedrichroda, ein Kurort in einer Höhenlage von 400
bis 460 m. Friedrichroda ist von Gotha aus mit der Eisenbahn in einer
durchschnittlichen Fahrzeit von 35 Minuten über Fröttstädt oder mit der
Thüringer Waldbahn über Boxberg und Schnepfenthal-Rödichen in einer knappen
Stunde zu erreichen. Für eine Anreise mit Straßenverkehrsmitteln kann die
Autobahnabfahrt Waltershausen empfohlen werden. Dann sind es von dort aus noch
10 km bis Friedrichroda. Benutzt der Reisende die Landstraße von Gotha über
Wahlwinkel und Schnepfenthal, dann wird sein Kilometerzähler für diese Strecke
etwa 20 km anzeigen. Friedrichroda
ist einer der staatlich anerkannten Kurorte. Nicht zuletzt
trugen seine äußerst günstigen klimatischen Bedingungen dazu bei, daß er sich
zu einem besonderen Anziehungspunkt für Erholungssuchende entwickelte. Die
Landschaftsformen des Thüringer Waldes sind im hohen Maße strukturbedingt. Sie
werden im Raume Friedrichroda von Gesteinen des Rotliegenden und des kristallinen
Grundgebirges gebildet. Geomorphologisch gesehen ist das Erscheinungsbild ein
schroffer Gegensatz zwischen steilen Tälern und flachen Höhen, das durch den
Wechsel von Gesteinen hoher und höchster Widerstandsfähigkeit, wie den
Konglomeraten oder den Quarzporphyren und wenig bis sehr wenig widerständigen
Gesteinen, vor allem Ton- und Schluffgesteinen modifiziert wird. In den
mächtigen Konglomeraten mit den vulkanischen Porphyrdurchbrüchen entstanden häufig Wände und Klippen in
schluchtartigen Tälern. Ein typisches Beispiel dafür ist der Lauchagrund bei
Tabarz. Die höchsten Berge sind durchweg Härtlinge, wie zum Beispiel der
lnselsberg (916m), der aus Quarzporphyr besteht. Den
größten Teil des Thüringer Waldes um Friedrichroda bedeckt Hochwald. Der
Gesteinswechsel in diesem Raum spiegelt sich im Landschaftsbild wider im
Wechsel von reinen
Fichtenbeständen mit Kiefern-Laubmischwald- und Buchenbeständen. Der
Untergang des Königreiches der Thüringer, von der Schlacht an der Unstrut im
Jahre 531 eingeleitet führte zur fränkischen Herrschaft im heutigen thüringer
Raum.
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